Wahre Ruhe beginnt in uns – nicht im Kalender
- Alexandra

- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Liebe Seele,
man sagt, Weihnachten sei die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Zumindest erzählen wir uns das jedes Jahr aufs Neue. Doch wenn wir ehrlich sind, fühlt es sich oft ganz anders an. Statt Stille und Frieden begegnen uns Hektik, Erwartungen und To-Do-Listen. Im Außen tobt das Leben, oft jagt ein Termin den nächsten, Geschenke wollen besorgt werden, Erwartungen lasten auf unseren Schultern.
Inmitten all dessen sehnen wir uns nach Klarheit, Struktur, Ordnung und Stabilität und hoffen, dass mit dem Fest plötzlich alles ruhig und friedlich wird. Als könnten wir all den Stress einfach abstreifen, sobald die ersten Kerzen leuchten.
Wir wünschen uns Halt, Ruhe und Zufriedenheit, sehnen uns nach dieser einen magischen Pause vom Alltag, nach Stille, nach dem Gefühl endlich ankommen zu dürfen und vielleicht klammern wir uns gerade deshalb so sehr an die Hoffnung, dass mit dem Fest endlich Frieden einkehrt.
Doch ganz gleich, wie festlich alles geschmückt ist: Die wirkliche Ruhe stellt sich selten nur deshalb ein, weil Weihnachten im Kalender steht. Denn auch wenn der Trubel im Außen für einen Moment innehält, bleibt vieles in uns bewegt. Familienfeste sind selten frei von Aufgaben oder gar Emotionen.
Und vielleicht ist das gar kein Makel, sondern vielmehr ein leiser Hinweis darauf, dass echte Ruhe nicht einfach mit dem Kalender kommt – sondern in uns selbst wachsen darf. Hierzu braucht es den Mut, ehrlich hinzuschauen:
o Wo in meinem Leben wünsche ich mir mehr Leichtigkeit?
o Wo halte ich an Dingen fest, die mir eigentlich nicht guttun?
o Was darf ich loslassen? Wo darf wahre Ruhe einkehren?
o Und was schenkt mir wirklich Kraft – unabhängig von äußeren Umständen?
Gerade jetzt, wenn vieles auf uns einströmt und der Kopf manchmal voller ist als das Herz es tragen kann, möchte ich dich ermutigen: Erlaube dir kleine Pausen. Atme tief durch. Spüre dich selbst. Nimm dich wahr – in all deinen Facetten. Manchmal genügt dazu schon ein achtsamer Blick aus dem Fenster auf die bunte Farbenpracht am Himmel. Oder ein ehrliches Gespräch. Ein Lächeln im Spiegel. Ein Spaziergang durch die kalte Luft. Das Innehalten bei Kerzenschein.
Wir dürfen uns stets bewusst sein, nicht alle vermeintlichen Erwartungen erfüllen zu müssen. Wir dürfen dagegen vielmehr im Moment sein. Denn viel wertvoller und nährender sind all die kleinen Gesten der Liebe die du dort findest: Ein freundliches Wort, eine Umarmung, ein stiller Blick an dich oder einen anderen Menschen. Vermutlich darf uns Weihnachten hier vor allem eines zeigen: Dass wir auch dann in Ordnung sind, wenn wir uns Auszeiten nehmen und einfach nur sind – auch wenn es dabei manchmal um unsere Liebsten geht.
Ich persönlich empfinde genau dieses Sein als ein sehr großes Stück Freiheit. Eine Freiheit die mir niemand nehmen kann. Ein aufrichtiges Geschenk an mich selbst. Die Freiheit aktiver Gestalter meines Lebens zu sein, selbst entscheiden zu können und so Tag für Tag so zu gestalten, dass ich keinen Urlaub von meinem Leben brauche. Wir alle sind Geschichten im Werden – unfertig, unperfekt, aber voller Möglichkeiten =)
Ich wünsche dir von Herzen, dass du inmitten all der festlichen Wirbelstürme kleine Inseln der Ruhe und Achtsamkeit gefunden hast. Und ich lade dich ein, auch jetzt im neuen Jahr Momente in denen du tief durchatmest, innehältst und spürst: "Es ist genug. Du bist genug!" in dein Leben zu integrieren. Ich wünsche dir, das du und dein Herz in diesen Tagen echte Wärme spürt – nicht weil alles für einen Moment perfekt stillsteht, sondern weil du in dir selbst ein Zuhause und Geborgenheit findest.
Hab ein glückliches gesundes neues Jahr voller Wärme, Echtheit, stiller Freude, lautem Lachen und liebevoller Gelassenheit!
Herzlichst, deine Alexandra

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